Ein Panoramafoto kann aus mehreren überlappenden Einzelbilder mit gleicher Belichtung, Brennweite und Fokuspunkt über eine Sofware zusammenfügt werden. Solange Sie nur weit entfernte Objekte (Hintergrund) für das Panorama fotografieren, können Sie die Fotos aus der Hand oder über ein Stativ machen und zusammenfügen. Ein gutes Bild hat aber einen Vorder- und einen Hintergrund (siehe z.B. Panoramabild ganz unten). Für die Erstellung von Panoramabilder mit Vorder- und Hintergrund benötigen Sie einen Nodalpunktadapter (auch oft bei Leihen als Panoramakopf bezeichnet), da sonst Parallaxefehler entstehen und das Panaramabild nicht oder nicht richtig zusammengefügt werden kann. Bei Parallaxefehler verschiebt sich beim Drehen um die Stativachse der Vorder- zum Hintergrund.

Objektiv:

Bei vielen kommt schnell die Frage auf, welches Objektiv ist für ein perfektes Panorama am besten geegnet?
Ein extremes Weitwinkelobjektiv bingt fast immer Verzerrungen mit. Für ein 360° Web Panorama mag das okay sein, aber für ein peferktes Panoramabild nicht optimal. Auch ein Zoomobjektiv ist oft nicht perfekt korrigiert. Ich würde daher einw gute Festbrennweite wie z.b. ein Standardobjektiv empfehlen. Festbrennweiten sind meistens besser korrigiert (weniger Verzerrungen und Randabdunklungen), als Zoom Objektive und haben eine höhere Auflösung. Mit einem Standardobjektiv muss man zwar etwas mehr Aufnahmen machten, als mit einem Weitwinkelobjektiv, aber das ist mit einem Nodalpunktadapter kein Problem.
Bei der Objektivwahl sollten Sie berücksichtigen, dass bei einem Weitwinkel der Nodalpunkt genauer eingestellt werden muss, als z.B. bei einem Standardobjektiv. Bei einem Fisheye Objektiv kann schon ein Fehler von nur einem Millimeter zu Problemen führen, da mit einem Foto sehr viel Vorder- und Hintergrund aufgenommen wird.

 

Nodalpunktadapter:

Nodalpunktadapter von bekannten Hersteller können schnell über 200 EUR kosten. Für Hobbyfotografen, die nur ab und zu ein Panoramabild erstellen eine kostspielige Sache. Ich möchte daher hier eine kostengünstige Lösung für unter 100 EUR vorstellen. Die chinesische Firma Mengs bietet günstige, aber dennoch qualitativ sehr gute Bauteile an, mit dem man sich einen Nodalpunktadapter zusammenstellen kann. Ich habe mich für eine sehr kostengünstige Variante mit Einschränkungen die ich weitere unten beschreibe entschieden, da die Einschränkungen für mich akzeptabel sind. Für meinen Nodalpunktadapter habe ich mir die folgende Bauteile bestellt:

 Artikel

 Beschreibung  Gewicht  Kosten
MENGS PAN-01

360° Schwenkkopf mit Schnellwechselplatte und Arca Swiss Kupplung.  Der Schwenkkopf kann auf eine Arca Swiss Kupplung montiert werden oder direkt auf das Stativgewinde bzw. den Adapter.  Die mitgelieferte Wechselplatte wird für den Nodalpunktadapter nicht benötigt, kann aber für eine direkte Montage der Kamera auf dem Schwenkkopf nützlich sein.

Mitgelieferte Tasche nicht dargestellt.

0,222kg
(Kopf)

0,047kg
(Adapterplatte)

33 EUR

MENGS FNR-140

oder

MENGS FNR-200

140mm lange Multifunktionsschiene mit Arca Swiss Führung und einer Kupplung 90° zur Führung. Nur für kurze Objektive geegnet. Für längere Objektive sollte man lieber die 200mm lange Mengs Multifunktionsschiene FNR-200 kaufen, die nur geringfügig mehr kostet.

0,180kg
(FNR-140)

19 EUR
(FNR-140)

22 EUR
(FNR-200)

MENGS MPU-100

L-Winkel mit Arca Swiss Führungen und Schraube zur Befestigung der Kamera

0,115kg 16 EUR
Baugruppe Mengs Nodalpunktadapter ca. 0,517kg

68 EUR

bis

71 EUR

 

Der einfache Nodalpunktadapter kosten nur ca. 68 EUR. Alle Bauteile können Sie z.B. bei Amazon bestellen.

Und so sieht der Nodalpunktadapter mit Bauteilen von Mengs aus:

 

Einschränkungen:

  • Durch die kurze Multifunktionsschiene FNR-140 ist der Nodalpunktadapter nur für sehr kurze Objektive geeignet. Wer auch längere Objektive einsetzen möchte, sollte lieber zur Multifunktionsschiene FNR-200 greifen! Der Nodalpunkt liegt meistens in der Nähe der Frontlinse.
  • Der einfache Nodalpunktadapter hat Einschränkungen, da der L-Winkel recht klein ist und man die Kamera daher nicht Richtung Drehachse (also Richtung Boden) schwenken kann. Ein 360° Kugelpanorama ist also nicht möglich. Es gibt aber Möglichkeiten herauszufinden, wann der L-Winkel so eingestellt ist, dass die optische Achse der Kamera mit der Drehachse in einer Ebene sind. Diese Abstimmung muss man aber eingetlich auch nur ein mal mit seiner Kamera machen. Wenn Sie verschiedene Kamera mit dem Nodalpunktadapter verwenden wollen, dann sollten Sie lieber zu einen längeren L-Winkel wie z.B. den MENGS BPL-01AL greifen.
  • Bei meiner Lösung wird die Kamera direkt an dem L-Winkel befestigt. Falls Sie mehrzeile Panoramabilder erstellen wollen, dann sollten Sie gegebenfalls einen zweiten Schenkkopf an den L-Winkel montieren und darauf die Kamera. Durch Lösen der Schraube für die Kamerabefestigung können Sie natürlich die Kamera auch neigen.
  • Des weiteren kann es bei einigen Kameras Einschränkungen bezüglich Anschluss vom Fernauslöser oder Karten bzw. Akkuwechsel ohne Demontage der Kamera vom Adapter geben.

 

Erweiterungsmöglichkeit: 

Mengs bietet ein sehr umfangreiches Sortiment an Schienen, Zubehör usw. an. Es gibt also viele Erweiterungs- oder Umbaumöglichkeiten, auch mit Teilen anderer Hersteller.

 

Montage vom Nodalpunktadapter:

Der PAN-01 Panoramakopf kann auf einem Stativ mit Arca Swiss Kupplung montiert werden oder auch auf dem Gewinde vom Stativkopf. Über die drei eingebauten Wasserwaagen und dem Kugelkopf vom Stativ können Sie den Panoramakopf so ausrichten, dass die Drehachse genau senkrecht steht. Dies ist wichtig, damit der Horizon auf dem Bild auch horizontal ist und sich beim Drehen um die Panoramaache kein Höhenversatz entsteht.

Nach dem Sie dem Panoramakopf montiert und ausgerichtet haben, montieren Sie die FNR Multifunktionsschiene über die Arca Swiss Kupplung auf dem Panoramakopf.

Montieren Sie jetzt den L-Winkel an die Kamera

Nun müssen Sie nur noch die Kamera mit dem L-Winkel auf der FNR Multifunktionsschiene über die Arca Swiss Kupplung befestigen.

 

Eine horizontale Befestigung ohne eine Neigung der Kamera ist auch möglich. Dazu muss einfach nur anstatt dem L-Winkel, die Adapterplatte vom Panoramakopf an die Kamera montieren. Die Kamera kann dann direkt auf der Multifunktionsschiene befestigt werden.

 

 

Einstellen der optischen Achse:

Als erstes müssen wir die optische Achse von der Kamera mit der Drehtachse vom Panoramakopf in eine Ebene bringen. Diese Einstellung ist unabhängig vom Objektiv, aber abhänig von der Kamera, da der Abstand zwischen Kameraanschraubfläche bis zur Objektivachse bei den meisten Kameramodelen unterschiedlich ist. Wenn Sie nur eine Kamera besitzen bzw. mit den Nodalpunktadapter verwenden, dann müssen Sie die Einstellung nur ein mal machen und die Einstellung kennzeichnen oder L-Winkel mit der Multifunktionsschiene nicht wieder auseinander nehmen.

Es gibt mehrere Methoden wie Sie den seitlichen Versatz der optischen Achse zur Drehachse korrigieren können. Ich möchte Ihnen hier zwei vorstellen:

 

a) Einstellung mit kurzem Objektiv und LiveView

Sie haben wie ich ein extrem kurzes Objekt z.B. ein Canon EF-S 24mm f/2.8 STM mit einer sehr gringen Entfernungseinstellung. Dann brauchen Sie nur die Kamera zur Multifunktionsschiene geneigt montieren.

Stellen Sie den Autofocus ab, die kürzeste Distanz manuell ein und wählen eine kleine Blende z.B. f/16. Jetzt aktiviren Sie den LiveView und die Gitterlinien. Sie können jetzt einfach den seitlichen Versatz an der Schraube von der Multifunktionsschiene korrigieren. Durch Betätigung vom Abblendknopf erhalten Sie ein schärferes Bild. Wie Sie auf dem folgenden Foto sehen ist die Wasserwaage genau in der Mitte, die optische Achse und Schienenmitte sind damit ein einer Ebene.

Tipp:
Damit Sie die Ausrichtung nicht wiederholen müssen, empfehle ich bei Verwendung von nur einem Kameratyp am L-Winkel eine Kennzeichnung (z.B. mit einem Messer) an der Nullposition zu machen und das auch auf beiden Seiten, dann können Sie den L-Winkel auch anders herum ausgerichtet montieren.

 

b) Für alle Objektiv- und Kameratypen geeignet

Bauen Sie die Kamera vor einem Spiegel auf und richten die Kamera so aus, dass die optische Kameraachse senkrecht zum Spiegel steht. Jetzt können Sie die Kamera durch den LiveView auf dem Panoramakopf montiert sehen und recht gut ausrichten. Für ein exaktes Ausrichten empfehle ich Fotos zu machen und die am PC Monitor oder Fernseher zu kontrolieren und gegebenfalls so lange zu korrigieren bis die Achsen in einer Ebene sind.
Wie oben beschrieben sollten Sie gegebenfalls eine Markierung der Einstellung vornehmen, da der L-Winkel keine Scala hat.

 

Einstellen vom Nodalpunkt (NPP):

Das Einstellen vom Nodalpunkt ist etwas schwieriger und die Einstellung ist von der Kamera / Objektiv Kombination abhänig. Der Nodalpunkt oder auch Kontenpunkt genannt liegt ungefähr im Bereich der Frontlines vom Objektiv.

Für die Ermittung vom Nodalpunkt benötigen wir ein senkrechtes Objekt im Vordergrund und ein senkrechtes Objekt im Hintergrund. Ich habe mir dafür den Fensterrahmen und einen Baum im Garten ausgesucht.

Aufbau:

Montieren Sie den Panoramakopf auf das Stativ und richten den den Panoramakopf über die drei Wasserwaagen so gut wie möglich aus. Gegebenfalls den Panoramakopf mal drehen und die Wasserwaagen prüfen.

Montieren Sie jetzt die Multifunktionsschiene mit dem L-Winkel und der Kamera. Falls der L-Winkel zur Multifuntionsschiene noch nicht ausgerichtet ist, dann richten Sie Ihn wie ober unter Einstellen der optischen Achse aus. Befestigen Sie die Kamera so, dass die optische Achse der Kamera senkrecht zur Drehachse zum Panoramakopf steht.

 Verschieben Sie jetzt das Stativ, so das die senkrechte Linie im Vordergrund (bei mir der Fensterrahmen), die senkrechte Linie im Hintergrund (bei mir der Baum) in einer Linie sind und in der Bildmitte erscheinen. Die Multifunktionsschiene sollte dabei so eingestellt sein, dass die Frontlinse ungefähr auf der Drehachse vom Panoramakopf liegt.

 Der Nodalpunkt (NPP = no-parallax-point) ist richtig eingestellt, wenn sich beim Drehen vom Panoramakopf keine Verschiebung vom Vordergrund zum Hintergrund ergibt! Die Parallaxefehler sind damit behoben.

Wir nutzen zur Prüfung den digitalen Zoom im LiveView mit 10x Vergrößerung. In der Bildmitte ist der Vordergrund (weiße Linie vom Fensterrahmen) und der Hintergrund (Baum) in einer Linie.

Zur Prüfung drehen wir die Kamera um die Panoramakopfachse nach rechts oder links. Den digital Zoom müssen Sie natürlich auch nach rechts bzw. links korrigieren. Ich habe die Kamera nach links gedreht. Auf dem folgenden Bild sehen Sie, dass sich der Vordergrund zum Hintergrund leicht verschoben hat. Wir sind aber schon nahe am Nodalpunkt. Zur Korrektur lösen wir die Multifunktionsschine und schieben beim LiveView die Kamera nach Vorne bzw. Hinten, bis Vordergrund und Hintergrund wieder in einer Linie sind. Wiederholen Sie das ganze, bis es beim Drehen um die Panoramakopfachse keine Verschiebung vom Vordergrund zum Hintergrung mehr gibt.

Notieren Sie sich den Scalenwert von der Multifunktionsschiene für die Kamera / Objektivkombination, dann können Sie später ganz schnell über die Scala den Nodalpunkt einstellen.
Bei Zoomobjektiven soll der Nodalpunkt auch abhänig von der eingestellten Brennweite sein. Bei mein 24-70er habe ich aber keine großen Unterschiede bei der Brennweitenverstellung bemerkt. Festbrennweiten sind meiner Meinung nach für Panoramafotos besser geeignet. Wie genau der Nodalpunkt eingestellt werden muss hängt vom Objektiv und Motiv ab. Je keiner die Brennweite, um so genauer muss die Einstellung sein.

 

Hier meine ermittelten Nodalpunkteinstellungen:

 Kamera Objektiv   Schlitteneinstellung vom FNR-140
 Canon EOS 80D  Canon EF-S 24mm f/2.8 STM  Schlitten auf Position 62mm
 Canon EOS 80D  Canon EF-S 60mm f/2,8 USM  Schlitten auf Position 50mm
 Canon EOS 80D  Canon EF 24-70mm f4 L IS USM  Schlitten auf Position 18mm beim Brennweite 24mm
 Canon EOS 80D  Canon EF-S 10-22mm 1:3,5-4,5 USM  Nodalpunkt mit dem FNR-140 nicht einstellbar, da Schiene zu kurz

Wer möchte kann mir seine ermittelten Daten zum Nodalpunkt zuschicken. Ich nehme die dann in die Liste auf.

 Beispiel mit Nodalpunktadapter

Hier mein erstes Bild, dass ich vor meiner Haustüre mit dem oben beschriebenen Nodalpunktadapter erstellt habe. Das Panoramabild wurde einzeilig, aus 10 Einzelbildern mit meinem Darktable Plugin Pano Professional montiert. Das Bild wirkt nur so gut, weil es einen Vorder- und Hintergrund hat, der nur mit einem Nodalpunktadapter richtig aufgenommen werden kann. Durch einen Klick auf auf das Panoramabild können Sie vergrößern und die Detail erkennen. So wie es sein soll ist keine Nahtstelle, kein Fügefehler und keine Horizontschwankung zu erkennen. Das Bild sieht aus, als wäre es durch eine Aufnahme erstellt worden.

  • Kamera: Canon EOS 80D, Objekt: Canon EF-S 24mm f/2,8 STM
  • Blende f/16, Belichtungszeit 1/40, Fokus auf 3,97m (Hyperfokaldistanz)
  • Panorama aus 10 RAW Aufnahmen mit Darktable bearbeitet und montiert

Übersicht

Mit dem Plugin kann man aus einer Belichtungsreihe vom selben Objekt, aber mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen ein pseudo HDR Foto erstellen bzw. bei Aufnahmen mit unterschiedlichen Fokuspunkten ein DFF Foto (Focus Stacking) erstellen. Das Plugin nutzt dazu die Programme align_image_stack, enfuse und exivtool. Sie können das Plugin auf der Seite Darktable Erweiterung durch Lua Skripte herunterladen und auch nachlesen wie die Darktable Plugins installiert werden. Weitere Informationen finden Sie auch in der README Datei.

Das Plugin funktioniert ab Skript Version 2.1.1 mit Darktable 2.2.X und der Entwicklerversion 2.3.X

 

Benutzung

Für die Anwendung müssen erst mal geeignete Fotos erstellt werden bzw. vorhanden sein. Für ein HDR müssen Sie mindestens zwei Bilder, besser drei Bilder oder mehr mit der entsprechenden Belichtung haben. Wenn Sie gerade keine Fotos haben, aber das Plugin mal ausprobieren möchten, dann können Sie auf der Weekly Edit Hohepage von Harry Durin RAW und XMP Dateien herunterladen. Harry zeigt in einem Youtube Video, wie die erste Beta Version vom Plugin funktioniert. Zur aktuellen Version kann es daher zu unterschieden kommen.

Für ein DFF Foto (Focus Stacking) benötigen Sie je Blende, Brennweite usw. wesenlich mehr aufnahmen mit unterschriedlichen Focuspunkten. Die Schärfe manuell für jedes Foto einzustellen, funktioniert meistens nicht, da jede noch so kleine Bewegung eine Verschiebung bedeutet und nicht immer durch Ausrichten der Bilder behoben werden kann. Für die Erstellung von Foto zum durchführen vom Focus Stacking mit einer Canon EOS Kamera empfehle ich Ihnen die App DSLR Controller. Wie man damit Focus Stacking durchführen kann können Sie sich hier nachlesen.

Wir gehen mal davon aus, dann Sie geegnete Bilder im Darktable haben. Wählen Sie im Leuttisch die Bilder aus, die Sie zu einem HDR oder DFF verschmelzen wollen. Klicken Sie dann auf "ausgewählte exportieren" und wählen dann unter Speicherziel "pseudo HDR oder DFF Bild" aus. Es erscheint nun das oben dargestellt Plugin. Da das Plugin wegen die vielen Einstellung sehr groß geworden ist, kann es sein dass es bei Ihnen nicht vollständig angezeigt wird. Mit dem Schrieber rechts neben dem Plugin können Sie es rauf und runter bewegen. Nach dem ersten Start von Plugin befinden sich alle Einstellmöglichkeiten im Standard Zustand. Wenn Sie mal etwas verstellt haben, dann können Sie oberhalb von Pluginfenster auf "Einstellungen zurücksetzen" klicken bzw. für die Verschmelzungsparamter auf "Voreinstellungen auf Standard zurücksetzen" klicken.

Wie der Name in Plugin schon sagt richtet sich das Plugin an Professionelle Anwender, aber auch Anfänger kommen durch die Standard Voreinstellungen schon schnell zu brauchbaren Ergebnissen. Für Ihr erstes HDR oder DFF Foto brauchen Sie eigentlich nur die entsprechende Voreinstellung auswählen, das Speicherziel so wie die Bildgröße angeben und auf exportieren klicken. Weitere Details zur Optimierungen können Sie weiter unten nachlesen.

 

Infos zum Prozessablauf:

Das Plugin exportiert die ausgewählten Fotos als TIFF Datei nach ~/.local/tmp. Die exportierten Bilder werden zueinander ausgerichtet und auch unter ~/.local/tmp abgespeichert. Anschließend werden die ausgerichtetn Bilder zu einem HDR bzw. DFF Foto verschmozen und am ausgewählten Speicherort abgespeichert. Falls Sie in den globalen Voreinstellungen von Darktable im Reiter Lua-Optionen "Kopieren der Exiv Tags" ausgewählt haben, dann werden die Exiv Daten vom ersten Bild auf das verschmolzende Bild übertragen. Falls Sie in den globalen Voreinstellungen auch noch "Verscholzens Bild in die Datenbank einfügen" aktiviert haben, dann wird das Bild nach der Erstellung auch in Darktable auftauchen. Zum Schluß werden die temporären Bilder im tmp Verzeichnis gelöscht.

 

Optimierung der radialen Verzerrung

Mit Aktivierung dieser Option wird eine Optimierung der radialen Verzerrung für alle Bilder durchgeführt, mit Ausnahme des ersten Bildes.

 

Optimierung des Blickfeldes

Optimiere das Blickfeldes für alle Bilder, mit Ausnahme des ersten Bildes. Die Option ist nützlich zum Ausrichten von DFF Bildern (Focus Stacking) mit leicht unterschiedlicher Abbildungsverhältnissen.

 

Optimierung der Bildmittenverschiebung

Optimiert die Bildmittenverschiebung für alle Bilder, mit Ausnahme des ersten Bildes

 

Bilder automatisch zuschneiden

Bei Aktivierung dieser Option werden die überlagerten Bild automatisch auf den Schnittmengenbereich von allen Bildern beschnitten. Dise Option sollen Sie immer aktiv haben.

 

Objektivkorrektur aus der Datenbank laden

Bei aktivierter Option, Versucht align_image_stack die Informationen zur Objektivverzeichnung aus der Datenbank zu laden.

 

Rastergröße für die Kontrollpunkte

Unterteilt das Bild in rechteckige Raster und versucht Kontrollpunkte in jedem Rasterabschnitt zu finden. Standardwert: (5x5 Pixel)

 

Kontrollpunkte pro Raster

Anzahl der Kontrollpunkte pro Rasterabschnitt die zur Ausrichtung der Bilder untereinander dienen. Standardwert: (8)

 

Entferne Kontrollpunkte mit Fehlern

Entferne alle Kontrollpunkte mit Fehlern höher als Pixelanzahl. Standdardwert: (3)

 

Korellationsschwelle für Kontrollpunkte

Korrelationsschwelle zur Identifizierung von Kontrollpunkten. Standardwert: (0.9).

 

Voreinstellung

Bei den Voreinstellungen können Sie bis zu drei HDR und drei DFF Einstellungen abspeichern und diese später wieder laden oder davon automatisch Bildvarianten erstellen lassen. Bei der Verwendung von "free preset" werden die aktuell angezeigten Werte verwendet. Bei HDR und DFF sind einige Funktionen deaktviert, da diese für das entsprechende Bild keinen sinn machen. Bei "Free preset" können Sie alles frei einstellen. Ob die Einstellungen sinnvoll sind wird nicht überprüft!

Mit den HDR bzw. DFF Voreinstellungen können die folgenden Parameter gespeichert werden:

  • Belichtungsgewichtung
  • Sättigungsgewichtung
  • Kontrastgewichtung
  • Feinabstimming Belichtungsgewichtung
  • Belichtungsweite
  • Gaussian Radius für Kantenerkennung
  • Min. Krümmung für LoG Kantenerkennung
  • Fenstergröße lokaler Kontrast

Zum Speichern der Voreinstellungen wählen Sie eines der HDR oder DFF Voreinstellungen aus, stellen die oben genannten Parameter nach Wunsch ein und klicken auf die Schaltfläche "Voreinstellungen speichern". Beim einem Wechsel zu einer anderen Voreinstellung wird immer der zuletzt gespeicherte Parametersatz geladen und angezeigt. Nach dem Sie alle drei HDR oder DFF Voreinstellungen abgespeichert haben, können Sie diese für die Erstellung von Bildvarianten verwenden. Sie können die Voreinstellungen natürlich auch ohne die Erstellung der Bildvarianten benutzen. Denken Sie daran, das immer der gespeicherte Parameterdatensatz für die Bilderstellung verwendet wird und nicht, das was über die Regler angezeigt wird. Bei einer Änderung denken Sie daran auf "Voreinstellungen speichern" zu klicken.

 

Erstelle Bildvariante mit Voreinstellungen

Wenn Sie diese Option aktivieren, dann werden die drei gespeicherten HDR oder DFF Voreinstellungen zur Bilderstellung verwendet und drei Bilder in einem Schritt erstellt. Wenn eine der HDR Voreinstellungen bei der Bilderstellung angezeigt wird, dann werden die gespeicherten HDR Datensätze verwendet. Analog erfolgt das mit den DFF Voreinstellungen. Beachten Sie, das nur drei unterschiedliche Bilder erstellt werden, wenn die Voreinstellungen auch unterschiedlich abgespeichert wurden.
Bei Aktiviertung dieser Funktion ist das Überschreiben vorhander Bilder nicht möglich.

 

Belichtungsgewichtung

Setzt die relative Gewichtung des Kriteriums richtig Belichtet, wie es die gewählte Funktion definiert hat. Erhöhung dieser Gewichtung in relation zu den anderen wird richtig belichteten Pixel helfen. Standardwert: (1.0)

 

Sättigungsgewichtung

 Setzt die relative Gewichtung von hoch gesättigten Pixeln. Erhöhung dieser Wichtung führt zu höher gesättigten Pixeln die zum endgültigen Bild beitragen. Standardwert: (0.2)

 

Kontrastgewichtung

 Setzt die relative Gewichtung von hohen, lokalen Kontrast Pixel. Standardwert: (0.0)

 

Feinabstimming Belichtungsgewichtung

Die Funktion legt fest, bei welchem normalisierten Belichtungswert die optimale Belichtung des Eingangsbildes liegt. Dies stellt, die Position vom Maximum der Belichtungkurve ein. Benutzen Sie diese Funktion zur Feinabstimmung der Belichtungsgewichtung. Standardwert: (0.5)

 

Belichtungsweite

Setzt die charakteristische Breite (FWHM) der Belichtungswichtungsfunktion. Niedrige Werte geben weniger Wichtung auf Pixel, die weit von Opimim entfernd und umgekehrt. Verwenden Sie diese Funktion zur Feinabstimming der Belichtungsgewichtung. Standardwert: 0.2)

 

Harte Maske

Erzwingt die verschmelzung über die Harte Maske auf der feinsten Skala. Dies vermeidet die Vermittelung feiner Details, zu ungunsten erhöhten Bildrauschens. Die Option sollte bei DFF (Focus Stacking) angewendet werden. Standard (Weiche Maske)

 

Masken Speichern

Speichert die erzeugte Gewichtungsmaske in Ihren Home Verzeichnis. Enfuse speichert die Maske als 8-Bit Graustifenbild, d.h. Einkanal-Bild. Wegen der Genauigkeit wird von Enfuse ein verlustfreies Bildformat empfohlen. Das Plugin speichert daher die Masken im TIFF Format.

 

Gaussian Radius für Kantenerkennung

Ein Wert ungleich Null schaltet den Laplace-of-Gaußschen\n (LoG) Kantenerfassungsalgorithmus ein. Edage-Skala ist der Gaussian Radius, der bei der Suche nach Kanten verwendet wird. Eine positive LCE-SCALE schaltet die lokale Kontrastverstärkung (LCE) vor der LoG-Kantenerkennung ein. Voreinstellung: (0.0) Pixel.

 

Min. Krümmung für LoG Kantenerkennung

Definieren die minimale Krümmung für die LoG-Kantenerkennung. Der Wert gibt die minimale Krümmung relativ zum maximalen\n Pixelwert vom Quellbild an. Standard: (0,0%)

 

Fenstergröße lokaler Kontrast

Hier stellen Sie die Fenstergröße für die lokale Kontrastanalyse ein. Für Kontrastanalyse können\n Größenwerte größer als 5 Pixel zu einem mit perfekt zusammengesetzten Bild führen. Werte von 3 und 5 Pixeln haben gute Ergebnisse beim DFF (Fokus-Stacking) gegeben. Standardwert: (5) Pixel

 

Voreinstellung speichern

Durch eine Klick auf die Schaltfläche können Sie gerade angezeigte Voreinstellung HDR oder DFF speichern

 

Voreinstellung auf Standard zurücksetzen

Durch eine Klick auf die Schaltfläche können Sie gerade angezeigte Voreinstellung auf die Standardwerte zurücksetzen.

 

Dateiformat

Hier können Sie das Ausgabedateiformat vom HDR/DFF Bild einstellen. Es stehen die folgenden Bitmap Formate zur Auswahl:

  • TIFF
  • JPEG
  • PNG
  • PNM
  • PBM
  • PPM

Die Farbtiefe und Konpression können Sie in den globalen Voreinstellung unter der Karteikarte Lua-Optionen einstellen.

 

Verzeichnis

Hier können Sie das Ausgabeverzeichnis auswählen.

 

bei Konfilikten

Hier können Sie festlegen, was gemacht werden soll, wenn die Datei schon existiert. Bei Aktivierter Bildvariante ist ein Überschreiben der Datei nicht möglich.

 

Format-Optionen und globale Optionen

Hier können Sie die Bildgröße und Farbtiefe vom Einzelbild festlegen. Verwenden Sie für die ersten Versuche nicht die volle Auflöung, da die Rechenzeit sonst sehr lange ist.

 

enfuse pro setup

In den globalen Voreinstellungen unter der Karteikarte Lua-Optionen können Sie Einstellungen zum Enfuse Professional Plugin vornehmen.

enfuse pro: Farbtiefe (bit)

Mit dieser Einstellung können Sie die Farbtiefe vom HDR/DFF Bild festlegen. Die Einstellung wird nur verwender, wenn das ausgewählte Bildformat die Farbtiefe auch unterstützt. Bei JPEG ist die Farbtiefe immer 8bit. Achten Sie darauf, das die Farbtiefe von den exportierten Einzelbildern nicht niedriger ist, als die vom HDR/DFF Bild.

 

enfuse pro: TIFF Kompression

Mit dieser Einstellung können Sie die Kompression von einer TIFF Ausgabepanoramabild festlegen. Es stehen die folgenden Kompressionsverfahren zur Auswahl:

  • LZW
  • DEFLATE
  • PACKBIT
  • NONE (ohne Kompression)

 

enfuse pro: JPEG Kompression

Mit dieser Einstellung können Sie die JPEG Kompression einstellen. Da die JPEG Kompression nicht verlustfrei arbeitet, hat dies auch Einfluss auf die Bildqualität. Eine hohe Bildqualität erreichen Sie mit einer Kompression zwischen 90 und 98. Bei niedrigeren Werten ist die Kompression höher und es kann zur deutlichen Qualitätsverflusten kommen, aber die Bilder sind entsprechend kleiner. Empfehlung für Fotos 95...98

 

enfuse pro: verschmolzenes Bild in die Datenbank einfügen

Bei aktivierter Option wird das fertige HDR oder DFF Bild in die Datenbank eingefügt und Sie können es sich direkt in darktable ansehen.

 

enfuse pro: Kopieren der exif Tags

Bei aktivierter Option werden alle exif Tag vom ersten Einzelbild auf das fertige HDR bzw. DFF Bild kopiert.

 

enfuse pro: Verwende GPU für die Bildausrichtung

Bei aktivierung dieser Option wird bei der Bildausrichtung die GPU von der Grafikkarte verwendert, wenn Sie OpenCl installiert haben. Durch die vielen Prozessoren auf der Grafikkarte kann die Berechnung bescheunigt werden.

 


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Plugin Lizenz: GPL
Ersteller und Copyright: Holger Klemm

Übersicht

Das Plugin wurde auf Basis der von Tobias Jakobs und  Bill Ferguson geschrieben LUA Skripten  geoToolbox.lua bzw.  clear_GPS.lua   zu einem Editor weiterentwickelt. Besten Dank daher an Tobias Jakobs  und  Bill Ferguson für die gute Vorarbeit. Mit dem Plugin kann man im Leuttisch Bilder auswählen, die Geodaten enthalten bzw. nicht enthalten, so wie Geodaten von einem Bild in ein anderes kopieren oder die Geodaten löschen. Durch die Editorfunktion kann man die Geodaten auch manipulieren. Als Zusatz kann man auch den Abstand zwischen zwei Bildern mit GPS Koordinaten berechnen und die Höhenangaben als CSV exportieren.

Sie können das Plugin auf der Seite Darktable Erweiterung durch Lua Skripte herunterladen und auch nachlesen wie die Darktable Plugins installiert werden.

Von dem Plugin gibt es nur eine Version für Darktable 2.2.X

Übersicht

Mit dem Pano Professional Plugin kann man aus einer Reihe von Überlappendenaufnahmen mit gleicher Belichtung und Schärfe ein Panoramabild erstellen. Das Plugin nutzt dazu die Utilities von Hugin, enblend und exivtool. Sie können das Plugin pano_pro.lua auf der Seite Darktable Erweiterung durch Lua Skripte herunterladen und auch nachlesen wie die Darktable Plugins installiert werden. Weitere Informationen finden Sie auch in der README Datei.

Das Plugin funktioniert ab Version 2.1 mit Darktable 2.2.X. Ob das Plugin auch mit der Entwicklerversion 2.3.X funktioniert, wurde nicht getestet.

pano pro 2.1

 

Benutzung

Für die Benutzung müssen erst mal geeignete Fotos erstellt werden bzw. vorhanden sein. Für ein Panormabild müssen Sie mindestens zwei Bilder oder mehr haben, die überlappend Fotografiert wurden. Am besten gelingen Panorama Aufnahmen vom Stativ mit manueller Belichtung und ausgeschaltetem Autofokus. Das folgende Foto wurde mit einem Canon EF-S 60mm bei Blende 5.6, manueller Belichtung und deaktiviertem Autofokus gemacht. Das Beispiel wurde mit dem Plugin erstellt.

 img 7817 img 7819

Wenn Sie mit einem Weitwinkel Objektiv auf einem Stativ oder frei Hand überlappende Bilder erstellt haben und so ein Panorame wie das Beispiel erstellen wollen, dann können Sie einfach mit den Standardeinstellungen vom Plugin arbeiten. Falls Sie etwas verstellt haben, dann können Sie die Standardeinstellungen mit dem Reset Schalter oberhalb vom Plugin zurücksetzen. Zur Erstellung einfach die Bilder im Leuchttisch auswählen und das Plugin über die Export Funktion "Panorana Bild" aufrufen. Wählen Sie das Ausgabeverzeichnis aus und stellen das Dateiformat ein. Für die ersten Versuche sollten Sie die Bildgröße nicht zu groß einstellen, da große Bilder einen hohen Rechenaufwand erzeugen. Über die Schaltfläche "Exportieren" starten Sie den Stiching Prozess.

Wenn Sie spezielle Panoramen erstellen möchten, dann müssen Sie sich in die Materie einarbeiten. Für Einsteiger ist das folgende PDF Tutorial von Erst Pisch hilfreich.
Sie haben gerade keine geeignten Bilder und möchten das Plugin ausprobieren? Einfach auf der PanoClub Homepage die Beispielbilder (http://www.panoclub.de/hugin_tut/beispiel/hugin_sample.zip) herunterladen und die JPEG's in Darktable importien. Setzen Sie die Einstellung vom Plugin zurück (der kleine Kreis oberhalb vom Dialogfenster) und aktvieren noch Panoramabild begradigen. Jetzt nur noch das Zielverzeichnis auswählen, die Bilder selektieren und auf exportieren klicken.

 

Infos zum Prozessablauf:

Das Plugin exportiert die ausgewählten Fotos als TIFF Datei nach ~/.local/tmp. Die exportierten Bilder werden analysiert und zueinander ausgerichtet und auch unter ~/.local/tmp abgespeichert. Anschließend werden die ausgerichtetn Bilder zu einem Panoramabild verschmozen und am ausgewählten Speicherort abgespeichert. Falls Sie in den globalen Voreinstellungen von Darktable im Reiter Lua-Optionen "Kopieren der Exiv Tags" ausgewählt haben, dann werden die Exiv Daten vom ersten Bild auf das verschmolzende Bild übertragen. Mit Aktivierung der globalen Voreinstellung "Verscholzens Bild in die Datenbank einfügen" können Sie das fertige Bild der Darktable einfügen lassen. Zum Schluß werden die temporären Bilder gelöscht.

 

Tipps beim Problemen:

Wenn das Plugin eine Fehlermedlung ausgibt, dann kann es sein, dass etwas falsch eingestellt ist, die Bilder oder auch nur ein Bild nicht geeignet ist (keine Ausreichende Überlappung, keine Ausreichende Objekte für Kontrollpunkte, Parallaxefehler durch falsche Fototechnik oder Einstellungen, usw.). Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie für Panoramabilder mit Vorder- und Hintergrund einen Nodalpunktadapter benötigen, da sonst Parallaxefehler auftreten und das Bild nicht montiert werden kann. Einen günstigen Nodalpunktadapter für Panoramabilder können Sie sich für unter 100 EUR mit Bauteil von z.B. Mengs zusammenstellen. Ich empfehlen Ihnen dazu meinen Artikel Nodalpunktadapter für Panoramabilder zu lesen.

Sie können das Problem näher analysieren, in dem Sie darktable vom Terminal aus, mit dem Befehl darktable -d lua starten und die Ausgabe im Terminalfenster durchsehen.

 

Projektionstyp

Setzt die Ausgabeprojektion. Die Standardprojekt für ein Bild wie das Beispiel ist: Equirectangular
Für mehr Informationen siehe: http://wiki.panotools.org/Projections

 

Korrektur der Verzeichnung

Versucht die Korrekturdaten für die Verzeichnung aus der Datenbank zu laden. Falls Ihr Objektiv nicht in der Datenbank vorhanden ist, dann können Sie das selber hinzufügen. Wie das funktioniert können Sie auf der Homepage Verzeichnung und Farbfehler korrigieren mit PanoTools und PTGui nachlesen.

 

Korrektur der Vignettierung

Versucht die Korrekturdaten für die Vignettierung aus der Datenbank zu laden. Falls Ihr Objektiv nicht in der Datenbank vorhanden ist, dann können Sie das selber hinzufügen. Wie das funktioniert können Sie auf der Homepage Verzeichnung und Farbfehler korrigieren mit PanoTools und PTGui nachlesen.

 

Horizontaler Blickwinkel (HFOV)

Legt den horizontalen Blickwinkel für alle Bilder fest. HFOV ist anzuwenden, wenn die Brennweite und/oder der Crop Faktor nicht über die Exif Daten ermittelt werden kann. Der HFOV Wert wird in Millimetern angegeben. Der Standardwert ist 50mm.

 

Matching-Strategie

all pairs:

Dies ist die Standard-Matching-Strategie. Hier werden alle Bildpaare gegeneinander verglichen. Wenn z.B. Ihr Projekt 5 Bilder enthält, durchsucht cpfind die Bildpaare: 0-1, 0-2, 0-3, 0-4, 1-2, 1-3, 1-4, 2-3, 2-4 und 3 -4

linear match:

Dies Strategie erkennt nur Übereinstimmungen zwischen benachbarten Bildern, z.B. für das 5-Bilder Beispiel werden die Bilderpaare 0-1, 1-2, 2-3 und 3-4 überprüft. Dies hat Geschwindkeitsvorteile.

multirow matching:

Der Algorithmus ist derselbe wie im mehrreihigen Panorama beschrieben. Durch die Integration dieses Algorithmus in cpfind konnte eine mehr Kerne Unterstützung von modernen CPUs integriert werden. Deaktivieren Sie Caching der Kontrollpunkte. Das Speichern auf die Festplatte ist zeitaufwendig."

 

Celeste Algorithmus

Ein Landschaftspanorama enthält oft Wolken. Wolken sind störende Bereiche für die Erstellung von Kontrollpunkten, weil sie sich bewegen und eventuell nicht bei allen Bildern an der gleichen Stelle sind. Der Celeste-Algorithmus kann Bereiche ausblenden, die Wolken enthalten. Dies geschieht nur intern für die Kontrollpunktssuche und ändert nicht den Alphakanal deines Bildes.

 

Celeste Radius

Der Celeste Algorihmus kann durch diesen Parameter fein abgestimmt werden

 

Celeste Schwellwert

Der Celeste Algorihmus kann durch diesen Parameter fein abgestimmt werden 

 

RANSAC Mode

RANSAC (englisch random sample consensus) ist ein Algorithmus zur Schätzung eines Modells innerhalb einer Reihe von Messwerten mit Ausreißern und groben Fehlern.

auto:

Bei der Einstellung auto wird für Bilder mit horizontalem Blickwinkel (HFOV) <65 Grad hom verwenden und sonst rpy.

hom:

Annahme einer Homographie. Nur für Nicht-Weitwinkelansichten anwendbar. Verwendet den ursprünglichen panomatischen Code. Es ist auch flexibler als erforderlich und kann falsche Zuordnung erzeugen, besonders wenn die meisten Zuordnungen auf einer einzigen Linie liegen.

rpy:

Richtet Bilder mit roll, pitch und  yaw aus. Dies erfordert eine gute Schätzung für des horizontalen Blickwinkels (und Verzerrung für stark verzerrte Bilder). Es ist der bevorzugte Modus, wenn ein kalibriertes Objektiv verwendet wird oder der horizontale Blickwinkel (HFOV) aus den EXIF-Daten erfolgreich ausgelesen werden konnte.

  • Yaw ist der horizontale (rechts/links) Rotationswinkel von der Kamera
  • Pitch ist die horizontale (auf/ab) Winkelabweichtung von der Aufnahmerichtung
  • Yaw ist der horizontale Ratationswinkel von der Kamera (Rottation um den Suchermittelpunkt)

rpyv:

Richten das Bilderpaar aus, indem Sie roll, pitch, yaw und Blickwinkel optimiert. Sollte ohne vorherige Kenntnis des Gesichtsfeldes arbeiten, könnte aber häufiger fehlschlagen, aufgrund der Fehlerfunktion, die im Panotools-Optimierer verwendet wird, neigt es dazu, das fov auf 0 zu schrumpfen.

rpyvb:

Ausrichten der Bildpaare durch Optimierung von Roll-, Pitch-, Yaw-, Blickwinkel und dem "b" Verzerrungsparameter. Wahrscheinlich sehr fragil, nur für Testzwicke implementiert!

 

RANSAC Iterationsschritte

Random Sample Consensus Iterationsschritte (Standard: 1000). Bei höheren Werten verlängert sich die Berechnung deutlich.

 

RANSAC Abstand

RANSAC: Homographie Schätzung Abstandsschwelle in Pixel (Standard: 25)

 

Kontrollpunkte im unverkleinerten Bild suchen

Aus Geschwindigkeitsgründen verwendet cpfind Bilder, die auf die halbe Breite und Höhe skaliert sind, um Kontrollpunkte zu finden. Mit dieser Option arbeitet cpfind mit der vollen Bildgröße. Dies dauert länger, kann aber "bessere" und / oder mehr Kontrollpunkte ergeben.

 

Paarweise Optimierung von Kontrollpunkten

Optimiert alle Bilderpaare, berechnet für jedes Paar Mittelwert und Standardabweichung und entfernt alle Kontrollpunkte mit Fehler größer als Mittel + n * Sigma. Diese Option überspringt die Optimierung für das gesamte Panorama

 

Automatisch Ausrichten Modus

Automatisch Ausrichten Modus, enthält verschiedene Optimierungsstufen, abhängig von der Menge und Verteilung der Kontrollpunkte

 

Paarweise Ausrichtungsoptimierung

 Optimiert alle Bilderpaare, berechnet für jedes Paar Mittelwert und Standardabweichung und entfernt alle Kontrollpunkte mit Fehler größer als Mittel + n * Sigma. Diese Option überspringt die Optimierung für das gesamte Panorama.

 

Photometrische Paramter optimieren

Mit dieser Option können Photometrische Parameter wie Belichtung (EV), Vignettierung, Weißabgleich und Kamera-Basiskurve optimiert werden. Bei Aktivierung führt der autooptimiser eine photometrische optimierung wie das vig_optimize tool durch.

 

Level Horizont

Für die Nivellierung des Horizonts in einem Satz von Bildern durch.

 

Projektion und Größe automatisch anpassen

Wählt automatisch eine passende Ausgabeprojektion und Größe.

 

Bildgröße

Hiermit können Sie die Bildgröße vom Panoramabild einstellen bei Auto wird versucht die maximale Bildgröße zu erzeugen. Bei z.B. 50% wird die Bildgröße auf die Hälfte verkleinert. Die Option ist dann sinnvoll, wenn bei zu klein exportierten Bildern nicht ausreichend Kontrollpunkte gefunden wurde. Es sollte dann das Bild größer exportiert werden und mit dieser Option verkleinert werden, wenn das Bild ihnen zu groß ist.

 

Ausgabe beschneiden

Setzt das Zuschneide-Rechteck für die Ausgabe. Bei auto wird die maximal mögliche Größe des Panoramas erstellt. Bei autohdr wird die maximal mögliche Größe erstellt, die von allen Belichtungen Bildern abgedeckt wird. Mit "no" wird das Bild nicht beschnitten.

 

Panoramabild begradigen

Ein häufiges Problem beim Erstellen eines Panoramas ist ein gekrümmter Horizont. Dies kann auftreten, wenn das Panorama mit der Kamera nach oben oder nach unten aufgenommen wurde. Verwenden Sie diese Option, um das Panorama und den Horizont zu begradigen.

img 7875 img 7874 ohne

 

Panoramabild zentrieren

Mit dieser Funktion können Sie das Panoramabild zentrieren. Die Auswirkung ist stark abhänig von den Aufnahmen bzw. Aufnahmewinkeln.

 

Belichtung

Mit dieser Funktion können Sie Belichtung anpassen. Es ist allerdings deutlich besser die Bilder vorher mit Darktable richtig zu entwickeln und die Funktion auf "auto" stehen zu lassen.

 

Dateiformat

Hier können Sie einstellen in welchen Dateiformat das fertige Panoramabild abgespeichert werden soll. Die Kompression und Farbtiefe können Sie in den globalen Voreinstellungen unter der Karteikarte Lua-Optionen einstellen.

 

Verzeichnis

Wählen Sie hier das gewünschte Zielverzeichnis aus in dem das Bild abgespeichert werden soll. Wenn Sie das fertige Panorama direkt in Darktable sehen wollen, dann können Sie das  in den globalen Voreinstellungen unter der Karteikarte Lua-Optionen einstellen. Aktivieren Sie dazu einfach Paroramabild in die Datenbank einfügen. Der Dateiname vom Panorama wird automatisch über die Ausgewählten Bilder erstellt.

 

bei Konfilikten

Hier können Sie einstellen, was das Plugin machen soll, wenn schon eine Datei mit dem gleichen Namen existiert.

 

Format-Optionen und globale Optionen

Stellen Sie hier den Export der Bilder auf 8 oder 16 Bit Tiff ein. Bei 32Bit Farbtiefe kommt es zu Problemen mit nona. Bei Bedarf können Sie eine Kompression einstellen.

Die Bildgröße beieinflusst die Rechendauer stark. Bei zu kleinen Bildern kann es dazu kommen, dass nicht ausreichend viele Kontrollpunkte gefunden werden und das Panoramabild nicht erstellt werden kann.

 

pano pro setup

In den globalen Voreinstellungen unter der Karteikarte Lua-Optionen können Sie Einstellungen zum Pano Professional Plugin vornehmen.

pano pro: Farbtiefe (bit)

Mit dieser Einstellung können Sie die Farbtiefe vom Panoramabild festlegen. Die Einstellung wird nur verwender, wenn das ausgewählte Bildformat die Farbtiefe auch unterstützt. Bei JPEG ist die Farbtiefe immer 8bit. Achten Sie darauf, das die Farbtiefe von den exportierten Einzelbildern nicht niedriger ist, als die vom Panoramabild. Verwenden Sie nicht den export mit 32bit, dies kann zu Fehlern führen.

 

pano pro: TIFF Kompression

Mit dieser Einstellung können Sie die Kompression von einer TIFF Ausgabepanoramabild festlegen. Es stehen die folgenden Kompressionsverfahren zur Auswahl:

  • LZW
  • DEFLATE
  • PACKBIT
  • NONE (ohne Kompression)

 

pano pro: JPEG Kompression

Mit dieser Einstellung können Sie die JPEG Kompression einstellen. Da die JPEG Kompression nicht verlustfrei arbeitet, hat dies auch Einfluss auf die Bildqualität. Eine hohe Bildqualität erreichen Sie mit einer Kompression zwischen 90 und 98. Bei niedrigeren Werten ist die Kompression höher und es kann zur deutlichen Qualitätsverflusten kommen, aber die Bilder sind entsprechend kleiner. Empfehlung für Fotos 95...98

 

pano pro: Panoramabild in die Datenbank einfügen

Bei aktivierter Option wird das fertige Panoramabild in die Datenbank eingefügt und Sie können es sich direkt in darktable ansehen.

 

pano pro: Kopieren der exif Tags

Bei aktivierter Option werden alle exif Tag vom ersten Einzelbild auf das fertige Panoramabild kopiert.

 

pano pro: Verwende GPU für die Bildausrichtung

Bei aktivierung dieser Option wird bei der Bildausrichtung die GPU von der Grafikkarte verwendert, wenn Sie OpenCl installiert haben. Durch die vielen Prozessoren auf der Grafikkarte kann die Berechnung bescheunigt werden.

 

pano pro: Kontrollpunkte Cache

Mit dieser Option wird die Cache Funktion bei der Kontrollpunkterstellung aktiviert. Da die Cachefunktion die Festplatte benutzt, bedeutet das nicht immer eine Beschleunigung vom Gesamtprozess.


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Plugin Lizenz: GPL
Ersteller und Copyright: Holger Klemm

Übersicht

Mit dem Plugin kann man die GPS Logdaten von einem Gerät herunterladen und verarbeiten oder eine GPS Logdatei konvertieren und bearbeiten. Das Plugin ist ein Frontend für gpsbabel und unterstützt fast alle Geräte und Dateiformate wie gpsbabel. Sie können das Plugin auf der Seite Darktable Erweiterung durch Lua Skripte herunterladen und auch nachlesen wie die Darktable Plugins installiert werden.

 

 

                     

Benutzung

Wählen Sie ein GPS Gerät oder Datei aus und wählen anschließend die Schnittstelle bzw. Datei inkl. Dateiformat aus. Je nach ausgewähltem Gerät oder Datei stehen ihnen jetzt verschiedene Optionen und Datenfilter zur Auswahl. Wählen Sie die gewünschte Option und eventuell Datenfilter aus. Geben Sie jetzt noch das Dateiformat und den Dateiname ohne Punkt und Endung an. Zum Ausführen klicken Sie auf "Verarbeite GPS Logdatei. Je nach Einstellungen werden jetzt verschiedene Aktionen durchgeführt.

ACHTUNG:
Wenn Sie es nicht hinbekommen, dass Darktable über das Geotagging Modul Ihren Geo-Daten dem Bildern zuordnet, dann liegt das meistens nicht an der GPX Datei, sondern an dem Darktable Modul. Eine Sekundengenaue Zuordnung habe ich nicht hinbekommen, da das Modul selber interpoliert und auch mindestens zwei ausgewählte Bilder benötigt. Bei Problemen bitte an die Darktable Entwickler wenden.

 

Gerät oder Datei

Das Plugin unterstützt fast alle Geräte und Dateiformat, die auch gpsbabel beherscht. Weitere Informationen finden Sie hier.
Hier die unterstützten GPS Logger:

  • Wintec WBT-100/200 GPS oder kompatible
  • Holux M-241 oder kompatible
  • Garmin serial/USB Protokoll
  • GlobalSat DG-100 / BT-335
  • GlobalSat DG-200
  • Brauniger IQ Serie Barograph
  • MTK Logger
  • Navi GPS GT-11 / BGT-11
  • SkyTraq Venus
  • Diverse Dateiformate

Wählen Sie einfach Ihr Gerät oder Datei für die Verwendung einer Datei aus dem Dateisystem aus.

 

Schnittstelle

Stellen Sie hier die Schnittstelle von Ihrem Gerät ein. Wenn Sie unter "Gerät oder Datei" File ausgewählt haben, dann ist die Funktion inaktiv.

 

Datei und Dateiformat

Wenn Sie  unter "Gerät oder Datei" File ausgewählt haben, dann ist die Funktion aktiv und Sie können aus vielen Dateiformat Ihr gewünschtes auswählen. Wählen Sie dazu auch die Quelldatei aus.

 

Lösche Logdaten ohne Herunterladen

Bei einigen Geräten besteht die Möglichkeit, die Logdaten auf dem Gerät zu löschen. Diese Funktion ist nur ausführbar, wenn das ausgewählte Gerät und gpsbabel es unterstützt.

 

Wegpunkte

Hier köönen Sie angeben ob Sie Wegpunkte verarbeiten möchten. Wenn die Option deaktiviert ist, dann wird diese von dem Gerät oder dem Dateiformat bzw. gpsbabel nicht unterstützt.

 

Tracks

Hier köönen Sie angeben ob Sie Tracks verarbeiten möchten. Wenn die Option deaktiviert ist, dann wird diese von dem Gerät oder dem Dateiformat bzw. gpsbabel nicht unterstützt.

 

Routen

Hier köönen Sie angeben ob Sie Routen verarbeiten möchten. Wenn die Option deaktiviert ist, dann wird diese von dem Gerät oder dem Dateiformat bzw. gpsbabel nicht unterstützt.

 

GPS Logdaten nach dem Herunterladen löschen

Bei einigen Geräten ist es möglich die Daten auf dem Gerät nach dem Herunterladen zu löschen. Wenn das Gerät dies unterstützt, dann können Sie die Funktion hiermit aktivieren.

 

Zeitzone korrigieren

Mit dieser Optionen können Sie die Zeitzone um volle Stunden verschieben. Beachten Sie bitte, dass über das Darktable Geotagging Modul auch eine Korrektur möglich ist ohne die GPX Datei zu modifizieren.

 

Interpoliere Trackpoints

Mit dieser Optionen können Sie zusätzliche interpolierte Trackpunkte in die Datei einfügen lassen. Bei der Funktion wird für jede Sekunde ein GPS Datensatz angelegt. Bitte beachten Sie, dass das Darktable Geotagging Modul automatisch auch eine Interpolation durchführt, die Sie nicht abschalten können. Das Geotagging Modul benötigt daher auch immer mindests zwei Bilder um die Interpolation durchführen zu können und dem Bild importieren.

 

Dateiformat

Hier können Sie das Dateiformat der Ausgabedatei einstellen. Bitte beachten Sie, dass das  Darktable Geotagging Modul nur GPX Daten verarbeiten kann. Die folgenden Ausgabeformate sind möglich:

  • gpx
  • kml
  • csv
  • html

 

Verzeichnis

Geben Sie hiermit das Zielverzeichnis der Ausgabedatei an.

 

Dateiname ohne Endung

Geben Sie hier den Dateinamen ohne Punkt und Endung an. Die Endung wird automatisch über das ausgewählte Dateiformat erstellt. Wenn Sie den folgenden Dateinamen angeben  $(YEAR)-$(MONTH)-$(DAY) dann wird eine Datei mit dem aktuell Tagesdatum wie z.B. 2017-03-11.gpx abgespeichert

 

Verarbeite GPS Logdatei

Durch Klicken auf "Verarbeite GPS Logdatei" starten Sie den Download und die Verarbeitung bzw. die Konvertierung und Verarbeitung der Daten.

 


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Plugin Lizenz: GPL
Ersteller und Copyright: Holger Klemm

 

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