Sie sind im Urlaub oder auf einer Fototour mit Ihrer Kamera unterwegs und vermissen die Möglichkeit Ihre Daten zu sichern?
Vielleicht möchten Sie gelegentlich auch mal Zeitraffer, Fokus stackung oder Langzeitaufnahmen machen?
Für diese Aufgaben benötigen Sie im Normalfall diverses Kamera / Computerzubehör das nicht nur viel Platz benötigt, sondern auch noch schwer ist. Wer möchte das schon gerne alles nehmen?
In diesem Artikel möchte ich euch als Lösung das Advanced Camera Device vorstellen.

Das brand neue Advanced Camera Device ist eine Kamerasteuerung und ein mobiler Datenspeicher als Backup-System für zuhause und unterwegs. Das Advanced Camera Device, kurz ACD-1 genannt ist ein smartes Gerät, dass Ihr einfach per USB mit eurer Kamera verbindet. Die Stromzufuhr erfolgt über eine Powerbank eurer Wahl. Die meisten werden Ihr Handy mit in den Urlaub nehmen. Mit dem Handy Ladegerät können auch die Powerbank aufladen oder das Advanced Camera Device mit Strom versorgen.

 

Ausgestattet mit einem kontrast starkten 4-Zoll IPS Touch Display, bietet es eine herausragende Bildprüfung (Liveview) und sichere Speicherung Ihrer Fotos und Videos. Zum Wiedergeben der Fotos/Videos können Sie das Gerät über ein HDMI Kabel an Ihrer Fernseher oder Monitor anschließen. Mit angeschlossener Tastatur und Maus ist es sogar ein vollwertiger mini PC.

Das Gerät basiert auf einem Rasperry Pi 3 Model B und ist nur als Selbstbau Projekt erhältlich. Alle benötigten Komponenten sind bis auf das Gehäuse im Handel erhältlich. Das Gerät befindet sich noch in der Entwicklungs- und Testphase, daher ist das Gehäuse noch nicht erhältlich. Die CAD Daten zum Gehäuse werden nicht veröffentlich, da mit dem Kauf des Gehäuses ein Teil der Entwicklungskosten refinanziert werden.

Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase wird die Bauanleitung mit Stückliste, so wie die Software veröffentlicht und das Gehäuse käuflich erhältlich sein. Alle anderen benötigten Bauteile sind jetzt schon am Markt erhältlich (siehe Stückliste weiter unten).

Das ACD-1 ist modular aufgebaut. Wer am Anfang nicht viel Geldausgeben möchte kann mit einem kleinen M.2 SSD-Modul mit z.B. 128 GB anfangen. Ein späterer Austausch des SSD-Moduls gegen ein größeres ist problemlos möglich.

 

Highlights

  • Hochwertiger 4-Zoll kapazitiver IPS Touch Display mit 160° Blickwinkel, Kontrast 500:1, Auflösung 800x480
  • Kamerasteuerung über die qDashboard V3.5.6 Software (Zeitraffer, Focusstacking, Langzeitbelicht, Liveview usw.). Auf Grund der Displaygröße kann es sein, dass nicht alle Funktionen vom qDashboard genutzt werden können. Dies befrifft hauptsächlich die Timelaps Funktion mit dem Ramping. Einfache Timelapsaufnahmen mit konstanten Parametern sind problemlos möglich. Theoretisch wären auch über gphoto2 Timelapsaufnahmen möglich. Hierzu fehlt allerdings die grafische Oberfläche um die Aufnahmen per Touch bedienen zu können. Eventuell findet sich ja ein Programmierer, der Lust hat für den ACD-1 ein Programm zu schreiben.
  • Foto und Video Backup über die angeschlossene Kamera oder den integrierten SD-Kartenleser auf eine interne SSD (32 GB bis 2TB). Das Backup erfolgt über die gphoto2 Software
  • Integrierter SD-Kartenleser für SD und SDXC-Karten
  • HDMI OUT Anschluss zur Ausgabe an einem Monitor oder Fernseher. Der Autoswitch erkennt nach einem Neustart das am HDMI angeschlossene Gerät und schaltet das Touch Display aus. Der Ton wird dann über HDMI übertragen und nicht mehr über die 3,5mm Klinkenbuchse.
  • Flexibele Stromversorgung über den micro USB-Anschluss mit einer Powerbank (z.B. Anker PowerCore 10000), einem Handy Ladegerärt oder dem Raspbery Pi Netzteil. Mit einem 10000mAh Akku läuft das Gerät mehrere Stunden. Genauere Angaben folgen nach den Dauerlauftests.
  • Gehäuse aus 2,5mm dickem Kunststoff
  • Konfigurirtes Betriebssystem als Image downloadbar, nur die qDashboad Software muss nach Anleitung selber installiert werden
  • Bis auf qDashboards ist die komplette Software Open Source, Betriebssystem ist das kostenlose Rasbian Stretch
  • Integrierte SSD kann auch als externer Speicher an einen PC, Laptop usw. angeschlossen werden. Durch das exfat Dateisystem kann die SSD ohne zusätzlichen Treiber an einem Windows, Mac oder Linux Rechner betrieben werden
  • Zwei freie USB-A Anschlüsse zum Anschluss der Kamera, einer Tastatur und / oder Maus. Drahtlos kann bei Bedarf eine Tastatur / Maus auch über Bluetooth betrieben werden
  • Integrierter FTP Server zum download der Daten über LAN oder WLAN
  • Das Advanced Camera Device kann auf einem Stativ befestigt werden oder über einen Adapter auf dem Kamerablitzschuh
  • Ausführliche Bauanleitung mit Stückliste, einfache Montage, es ist kein Lötkolben erforderlich
  • Bei Bedarf kann eine DNLA Software Ihre Daten im angeschlossene LAN / WLAN Netz bereitstellen
  • Das Advanced Camera Device kann als mini PC benutzt werden. Einfach Mointor über HDMI anschließen, so wie Maus und Tastatur über USB.
  • Gewicht ca. 350g
  • Abmessungen 118,4mm x 82,1mm x 58,4mm

 

Stückliste / Kalkulation / Montageanleitung

 

ACD Abmessungen

 

 

Die unterstützen Kameras hängen von der Software, auf die ich keinen Einfluss habe. Viele Canon und Nikon DSLR's funktionieren und wohl auch einige Sony Kameras. Weitere Infos siehe:

Canon EOS 80D und Canon EOS 5D Mark IV habe ich erfolgreich getestet und funktionieren sehr gut. Weitere Infos folgen.

ACD Bild2

ACD Bild3

 

 

Wenn Sie mehr zum Advanced Camera Device wissen möchten, dann schauen Sie in den nächsten Wochen öfters mal vorbei. Sobald das Gerät fertig ist werde ich es hier veröffentlichen.

Nützliche Links:

Das Projekt zum LRTimelapse Pro-Timer Free habe ich eingestellt, da ich bei den Tests herausgefunden habe, dass das Display in der Sonne nicht gut lesbar ist. Außerdem ist das Gehäuse zum Funktionsumfang zu groß. 

Eine bessere Alternative ist das Advanced Camera Device, mit dem Ihr nicht nur die Kamera steuern könnt, sondern auch eure Daten sichern könnt. Weitere Infos siehe Advanced Camera Device.

 

Hier Bilder zum LRTimelapse Pro-Timer Free mit dem neuen Gehäusedesign:

Timer mit Kamera

Timer mit Kamera2

 

Timer Akkufach

Timer Explosionsansicht

Ein Backup vom Fotoarchiv machen mittlerweile die meisten Hobbyfotografen, aber wenn man auf Reisen ist, nehmen die wenigsten eine Laptop zum Sichern der Daten mit. Eine Speicherkarte kann schnell mal zerstört werden und die wichtigen Fotos und Erinnerungen sind weg. Ich habe mich daher auf die Suche nach einem günstigen Backupsystem gemacht, dass man gut auf Reisen mitnehmen kann. In meinem Lastenheft sollte das Backupsystem die folgenden Anforderungen mindestens erfüllen:

  • Erstellung von einen Backup der SD-Karte (SD, SDHC und SDXC) ohne Laptop oder Tablet
  • Der Kartenleser soll möglich schnell die Daten auf das Backupsystem überspielen
  • USB Anschluss 2.0/3.0
  • Backupsystem geeignet für RAW und JPEG Dateien
  • Möglich für Speicherplatz wünschenswert 1TB oder mehr
  • Geringes Gewicht
  • Geringe Abmessungen
  • Möglich Robust
  • Möglchst Kostengünstig

Bei einer Marktrecherche habe die die folgenden Geräte gefunden:

 

Hersteller Selbstbau Projekt MPortable Mobile Data Solutions  Western Digital  Western Digital Western Digital  Intenso  Toshiba LaCie Asus
Modell Advanced Camera Device MPortable II My Passport Wireless SSD My Passport Wireless Pro My Passport Wireless  Memory 2 Move Pro  Canvio AeroCast DJI Copilot Travelair N (WHD-A2)
Status Noch in der Validierung Über den Hersteller erhältlich  Aktuelles Modell, im Handel  Aktuelles Modell, im Handel Veraltet, vereinzelt noch im Handel
erhältlich
 Aktuelles Modell, im Handel Veraltet,  vereinzelt noch im Handel erhältlich Aktuelles Modell, im Handel  Aktuelles Modell, im Handel
Kartenleser SD, SDXC-Kartenleser SD, SDHC und SDXC Karten
Bei 128GB SD-Karten von Sandisk und Transcend
kann laut Hersteller zu Problemen kommen.
SD Kartenleser 3.0 mit hoher
Geschwindigkeit für alle SD Karten
 SD Kartenleser 3.0 mit hoher
Geschwindigkeit für alle SD Karten
SD Kartenleser 2.0 für alle SD
Karten geegnet
 SD Kartenleser
(Keine weitere Infos)
SD Katenleser für SD, SDHC, SDXC
Für SDXC ist ein Update der App notwendig
SD Kartenleser, Micro-SD Adapter SD Kartenleser
Speicherart SSD SSD  SSD  HDD HDD  HDD  HDD HDD  HDD
Speicherplatz 128GB,256GB, 512GB, 1TB, 2TB 128GB, 240GB und 512GB  512GB, 1TB, 2TB  1TB, 2TB, 3TB, 4TB 500GB, 1TB, 2TB  1TB  1 TB 2 TB  500GB, 1TB, 2TB
Gewicht ca. 350g ca. 229g  ca. 440g  ca. 446g ca. 250g bis 350g  ca. 281g  ca. 260g ca. 534g  ca. 350g
Abmessungen 11,8cm x 8,2cm x 5,8cm 13,0cm x 9,0cm x 2,3cm  12,6cm x 12,6cm x 2,4cm  12,6cm x 12,6cm x 2,4cm 12,7cm x 86cm x 2,2cm (2,5cm bzw. 3cm) 13cm x 8,3cm x 2,6cm  12,4cm x 8,6cm x 2cm 13,6cm x 11,1cm x 3,6cm  14cm x 9cm x 2,6cm
App Raspbian (Linux) iOS und Android  iOS und Android  iOS und Android  iOS und Android  iOS und Android   iOS und Android  iOS und Android  iOS und Android
Zusatzfunktionen

Über das qDashboard kann die Kamera gesteuert werden
100MBit Ethernet
USB 2.0

RAW und Video Support
Akku mit 5000mAh
Wifi
USB 3.0
1Gbit Ethernet

Akku mit 6700mAh
DLNA
Wifi
USB 3.0

Akku mit 6400mAh
DLNA
Wifi
USB 3.0 
Akku mit XXXX mAh
DLNA
Wifi
USB 3.0 
Akku mit 3000 mAh
DLNA
Wifi
USB 3.0
10/100MBit Ethernet
Akku mit XXXX mAh
DLNA
Wifi
USB 3.0

Robuste ausführung, Verbindung mit Smartphone, Tablet über Kabel
Mit Display für Funktionsanzeige

USB 3.0
PowerBank
Kameraanschluss auch über USB möglich
Inkl. 3 Jahre Datenrettung
Ladegerät mit Adapter für verschiedene Länder

Akku mit 3300 mAh
DLNA
Wifi
USB 3.0
One-Touch NFC für eine einfache Verbindungsmöglichkeit
Spritzwassergeschütztes Design nach IP43-Standard

Bemerkung OpenSource
SSD kann als extere Festplatte am PC/Laptop verwendet werden
Klein, leicht und ideal für Hobby- und Profifotografen
aber auch teuer, kurze Garantie
   

OpenSource Firmware
Im Netzt steht, dass kopieren von der
SD-Karte dauert lange. Es werden dabei
durch den Medienserver Vorschaubilder
erzeugt.

  Keine deutsche
Bedienungsanleitung gefunden
NTFS formatierte HDD
Für Foto- und Videografen entwickelt  
Preis   269EUR (128GB)
349EUR (240GB)
499EUR (512GB)
ab ca. 278EUR (512GB)
ab ca. 469EUR (1TB)
ab ca. 746EUR (2TB)
ab ca. 144EUR (1TB)
ab ca. 170EUR (2TB)
ab ca. 179EUR (3TB)
ab ca. 223EUR (4TB)

ab ca. 181EUR (512MB)
ab ca. 239EUR( 1TB)
ab ca. 319EUR (2TB)

ab ca. 88EUR  ab ca. 100EUR ca. 370EUR  ab ca. 170EUR

Einige Canon EOS Kameras wie z.B. Canon EOS 80D und Canon 5D Mark IV bieten in den Bildeinstellungen die Tonwertpriorität an. Im Internet und im Canon EOS 5D Mark IV Buch aus dem Rheinwerkverlag wird empfohlen die Tonwertpriorität für alle Standard Anwendungsfälle, bis auf die Nachfotografie zu aktivieren.

Die Tonwertpriorität soll den Dynamikumfang der Kamera um ca. 1 Blendenstufe verbessern. Insbesondere die Spitzlichter sollen verbessert werden. Mit eingeschaltetet Tonwerkpriorität soll sich die Kamerainterne Datenverarbeitung ändern und die verbesserten Ergebniss sowohl in RAW, als auch JPEG abgespeichert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass eine aktive Tonwertpriorität ein leicht erhöhtes Rauschen verursacht und das der niedrigste ISO Wert bei 200 liegt.

Ich habe mir daher mal die Mühe gemacht die Tonwertpriorität bezüglich nutzen bei Kamera intern erstellten JPEG's und über RAW / Darktable erstellte JPEG's zu vergleichen.

 

Testdurchführung

Ich habe als erstes leicht unterbelichtet Fotos, dann normal belchtet Foto und überbelichtet Fotos nach RGB Histogram der Kamera erstellt. Hier der Vergleich mit und ohne Tonwert Priorität.

Für alle Foto in diesem Artikel gilt, wenn der Mauszeiger außerhalb vom Bild ist, dann ist die Tonwertprorität ausgeschaltet. Wenn Sie den Mauszeiger über das Foto bewegen, dann wird das Foto mit Tonwertpriorität angezeigt.

  • Verwendete Kamera Canon EOS 5D Mark IV mit Objektiv Canon 50mm f/1.8 STM
  • ISO 200 OFF = Tonwertpriorität deaktiviert
  • ISO 200 D+   = Tonwertpriorität aktiviert
  • Die JPEG's aus der Kamera wurden alle mit dem Bildstil "Neutral" erstellt
  • Alle RAW Daten wurden mit den Standardeinstellung vom Darktable 2.4.4 entwickelt (keine Optimierung)

 

 

Unterbelichtetes Foto

Foto leicht unterbelichtet (Belichtungszeit 1/640), JPEG aus der Canon 5D Mark IV

AO6A6223 1 640 TP OFF canon

 

Foto leicht unterbelichtet (Belichtungszeit 1/640). JPEG über RAW mit Standardeinstellungen von Darktable erstellt.

AO6A6223 1 640 TP OFF darktable

 

 

Normal belichtetes Foto

Foto normal belichtet (Belichtungszeit 1/500), JPEG aus der Canon 5D Mark IV

 AO6A6225 1 500 TP OFF canon

 

Foto normal belichtet (Belichtungszeit 1/500), JPEG über RAW mit den Standardeinstellungen von Darktable erstellt.

AO6A6225 1 500 TP OFF darktable

 

 

Überbelichtetes Foto

Foto leicht überbelichtet (Belichtungszeit 1/400), JPEG aus der Canon 5D Mark IV

AO6A6227 1 400 TP OFF canon

 

Foto leicht überbelichtet (Belichtungszeit 1/400), JPEG über RAW mit den Standardeinstellungen von Darktable erstellt.

AO6A6227 1 400 TP OFF darktable

 

 

Stark überbelichtetes Foto

Foto stark überbelichtet (Belichtungszeit 1/320), JPEG aus der Canon 5D Mark IV

 AO6A6229 1 320 TP OFF canon

 

Foto stark überbelichtet (Belichtungszeit 1/320), JPEG über RAW mit den Standardeinstellungen von Darktable erstellt.

AO6A6229 1 320 TP OFF darktable

 

Fazit

Bei der Kamera internen Verarbeitung zu einem JPEG gibt es keine gravierenden Unterschiede, solange die Bilder gut belichtet werden und nichts auf der rechten Seite abgeschnitten wird. Bei den RAW Dateien mit Belichtungzeit 1/400 Sek. sieht man am Histogram, dass die RAW Daten 2/3 bis 1 Blende unterbelichtet sind, obwohl das RGB Histogram der Kamera bis ganz rechts ausgefüllt ist und es schon lokale Ausbrennungen gibt. Man muss dazu wissen, dass das Histogram der Kamera auf dem internen JPEG basiert.

Jemand der sich mit dem Histogram auskennt und darauf achtet, dass nichts überbelichtet ist, der hat mit eingeschaltet Tonwertpriorität keinen Vorteil. Um die Leistung der Kamera voll auszuschöpfen versucht man ja immer ein Travel to right hinzubekommen. Mit eingeschalteter Tonwertpriorität ist das schwierig, weil das Kamera RGB Histgramm schon eine Überbelichtungswarung ausgibt, obwohl die RAW Daten nicht ausgebrannt sind.

Bei meinen nächsten Urlaub werde ich die Tonwertpriorität wieder deaktivieren. Ich habe keinen deutlichen Vorteil für die RAW / Darktable Datenverarbeitung gefunden. Wer keine RAW Daten, sondern nur die Kamera internen JPEG's verwendet, der hat mit eingeschalteter Tonwertpriorität Vorteile.

In diesem Artikel möchte ich euch den Kenko Telekonverter 1.4X PRO 300 DGX vorstellen und meine ersten Testergebnisse zeigen. Die Firma Kenko kennen wahrscheinlich nicht viele, aber die Firma Tokina mit Ihren Objektiven. Seite 2011 gibt es den Zusammenschluss zur Kenko Tokina Co., Ltd., zu der mittlerweile auch die Firmen Silk und Cokin gehören. Auserdem hat die Firma Verbindungen zu Hoya. Bei Kenko handelt es sich also nicht um einen Billiganbieter aus China, sondern um einen japanischen Markenhersteller mit entsprechenden Qualitätsansprüchen.

 

Telekonverter

Ein Telekonverter ist ein kleiner Adapter mit Linsen, der zwischen DSLR Kamera und Objektiv geschraubt wird. Je nach Auslegung kann er meistens die Bennweite um den Faktor 1,4 oder 2 verlängern. Diese Bennweitenvergrößerung hat den Nachteil, das Licht geschluckt wird. Bei dem Faktor 1,4 hat man meistens eine Blendenstufe Lichtverlust und bei Faktor 2 sind es dann schon zwei Blendenstufen.
Bei den Telekonvertern gibt es große Unterschiede in der Qualität und auch der Kompatibilität. Die Canon Telekonverter können z.B. nur an bestimmten Canon EF Objektiven aus der L-Serie verwendet. An einem Canon EF 70-300mm f/4-5.6 IS USM oder Canon EF 24-70mm f/4L IS USM Objektiv können die Canon Teleconverter nicht eingesetzt werden, da die Linsen vom Teleconverter mit den Linsen vom Objektiv kollidieren.

Ich habe mich daher auf die Suche nach einen Telekonverter gemacht, der gute Leistung liefert und für viele Canon EF Objektive geeignet ist. Die Firma Kenko bietet verschiedene Telekonverter für Canon EF Objektive an. Ich habe mich für den Qualitativ hochwertigen PRO 300 DGX entschieden. Dieser Konverter Typ hat größere Linsen, als der Standard Typ und soll dadurch eine höhere Auflöung in Bildrand ermöglich und eine geringere Randabdunkelung. Bei dem Verlängerungsfaktor habe ich mich für die 1,4X Variante entschieden, da mir zwei Blendenstufen Lichtverlust bei der 2x Variante zu viele sind und ich mit dem Telekonverter und Tele auch noch aus der Hand Aufnahmen machen möchte.

 

 

Der Kenko 1.4X PRO 300 DGX Telekonverter

Der Kenko 1.4X PRO 300 DGX1.4X PRO 300 DGX Telekonverter kann mit sehr vielen Canon EF Objektiven an einen Canon EOS Vollformat oder APS-C Kamera verwendet werden. Eine Verwendung von Canon EF-S Objektiven am Konverter ist nicht möglich, da die Linsen vom Objektiv mit den Konverter kollidieren. Der Kenko 1.4X PRO 300 DGX Telekonverter enthält einen Chip, der die durch den Telekonverter entstandene Brennweite an die Kamera weitergibt. Aus z.B. einer 300mm Brennweite wird dann in den EXIV Daten ein 420mm Brennweite. Der Kenko Konverter überträgt die an der Kamera eingestellte Blende an das Objektiv und ermöglich bei den Canon Objektiven auch die Verwendung des Bildstabilisators. Laut dem Hersteller funktioniert der Autofokus bei den meisten Objektiven bis zu einer Lichtstärke von f/4. Ich habe aber auch ein Lichtschächeres Objektiv, wie das  Canon EF 70-300mm f/4-5.6 IS USM ausprobiert und hatte keine Probleme mit dem Autofokus an der Canon EOS 5D Marl IV und Canon EOS 80D. Die Autofokusfunktion soll laut Homepage situationsabhänig funktionieren. Laut Hersteller ist der Converter für Objektive mit Brennweiten ab 100mm Optimiert. Ich habe aber keine deutlichen Veränderungen an kleineren Brennweiten bemerkt.
Im Lieferumfang von Kenko 1.4X PRO 300 DGX Telekonverter ist eine sehr kurze Anleitung, die Schutzkappen und eine kleine Tasche für den Converter enthalten.

 

Feature Übersicht Kenko 1.4X PRO 300 DGX Telekonverter

  • Geeignet für viel Canon EF Objektive an einer Canon EOS Vollformat oder APS-C Kamera. Die Verwendung von Canon EF-S Objektiven ist nicht möglich! Wer die Canon EF-S Objektive nutzen möchte muss den Kenko Teleplus HD DGX 1.4X Konverter einsetzen. Einen Kompatibilitäts-Check finden Sie auf der Kenko Homepage.
  • 1,4x effektive Brennweitenverlängerung. Aus z.B. einem 300mm Teleobjektiv wird mit dem Converter ein 420mm Teleobjektiv.
  • Im Kenko 1.4X PRO 300 DGX Telekonverter wurden extra große Linsen verbaut, um die Schärfeverluste in Bildrand und die Randabschattungen so gering wie möglich zu halten. Zur Refelexionminderung sind die Linsen Mehrschichtvergütet (MC von Hoya). Es sind 5 Linsen in 4 Gruppen verbaut. Laut Hersteller wurde der Konverter für Brennweiten ab 100mm optimiert. Ein Einsatz an kleineren Brennweiten ist aber möglich. Ich habe hier keine Probleme entdeckt.
  • Der Konverter erzeugt einen Lichtverlust von einer Blendenstufe. Sie müssen also die Verschlusszeit verdoppel oder eine Blendenstufe öffnen.
  • Die Brennweiteneinstellung wird durch den Konverter umgerechnet in an die Kamera für die EXIV Informationen übergeben.
  • Alle wichtigen Funktionen wie Blendenübertragung, Bidstabilisator und Autofokus funktionieren auch mit dem Converter zusammen. Laut Hersteller muss für die Autofokusfunktion das Objektiv ein Blendenöffnung von mindestens f/f aufweisen. Der Autofokus hat beim mir aber auch mit Canon EF 70-300mm f/4-5.6 IS USM an der Canon EOS 5D Mark IV und Canon EOS 80D funktioniert. Die Schärfentiefefunktion A-DEP soll mit dem Converter nicht funktionieren.
  • Der Teleconverter wiegt ca. 132g und hateinen Durchmesser von 67,4mm bei einer Baulänge von nur 19,4mm.

Weitere Informationen siehe Kenko Homepage

 

 

 

Der Kenko 1.4X PRO 300 DGX Telekonverter im Test an der Canon EOS 5D Mark IV

Als erstes habe ich den Telekonverter mit dem für seine hohe Auflösung bekannten Canon EF 24-70mm f/4L IS USM Objektiv an der Canon EOS 5D Mark IV getestet. Beim ersten Test habe ich Aufnahmen mit und ohne Konverter bei möglichst gleicher Brennweite gemacht. Ohne Converter wurde das Objektiv auf auf 50mm Brennweite eingestellt. Mit Konverter habe ich 35mm am Objektiv eingestellt, dass ergibt 35mm *1,4 =49mm.

 

Hier ein 100% Ausschnitt aus der Bildmitte bei Blende F/5.6. Durch bewegen der Maus auf das Foto bzw. aus dem Foto heraus können Sie zwischen Foto mit und ohne Konverter umschalten.

 

 Hier ein 100% Ausschnitt vom linken Bildrand bei Blende F/5.6. Durch bewegen der Maus auf das Foto bzw. aus dem Foto heraus können Sie zwischen Foto mit und ohne Konverter umschalten.

 

Beim nächsten Test habe ich das Canon EF 70-300mm f/4-5.6 IS USM mit und ohne Konverter an die Canon EOS 5D Mark IV montiert und die maximale Brennweite verwendet. Wenn Sie die Maus über das Foto bewegen haben Sie 300mm bei 100% Ansicht ausder Bild Mitte und bei der Maus außerhalb von Foto haben Sie mit Konverter 420mm Brennweite. Beide Fotos wurden bei Blende F/5.6 gemacht.

 

 

Der Kenko 1.4X PRO 300 DGX Telekonverter im Test an der Canon EOS 80D

Wie schon oben beschrieben funktioniert der Kenko Telekonverter auch an der Canon EOS 80D APS-C Kamera.

Durch den Crop Faktor der Kamera erhält das Objektiv einen Brennweiterverlögerung um den Faktor 1,6 mit dem Telekonverter erhält es zusätzlich den Faktor 1,4. Aus einem Objektiv mit Brennweite von 300mm wird an der APS-C Kamera entsteht umgerechnet ein Supertele mit 300mm*1,6*1,4=672mm Brennweite. Ich war gespannt, ob man damit den Autofokus nutzen kann und wie gut man entfernte Tiere heranholen kann. Mit einem AF Einzelfeld konnte ich den Vogel schafstellen.

 

Fazit

Der Telekonverter reduziert den Kontrast und verschlechtert die Bildschärfe in Randbereich. Für micht liegt das aber im akzeptabelen Bereich. Insbesondere im Zusammenspiel mit einer APS-C Kamera kann man sich mit den Telekonverter sehr günstig ein Supertele erstellen. Für mich ist der Kenko 1.4X PRO 300 DGX Telekonverter ein klarer Kauftipp. Alternativen sind der Kenko TELEPLUS HD DGX 1.4X Converter, der auch an Canon EF-S Objektiven funktionieren soll oder bei kurzen Brennweiten der Kenko 1.4x MC4 DGX.
Wer noch nicht überzeugt ist, kann sich noch die Vergleiche bei Traumflieger.de ansehen.

 

 

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